von NINA LOUIS
Mittelmeer-Flair und lateinamerikanische
Rhythmen in Poll, mitten im trostlosen Industriegebiet? Das
ist seit Samstag Realität, denn die ungarische Tänzerin Kriszti
Eisolt und ihr Ehemann Christian haben dort ihre "Tanzhalle
Köln" eröffnet. Zur Feier kamen hunderte tanzbegeisterte Gäste
und genossen ein Programm aus Showtanz, Musik und Feuerwerk.
Kriszti und Christian betreiben schon seit zwei Jahren die
mobile Tanzschule "Auftakt" an diversen kleineren Veranstaltungsorten.
"Jetzt sind wir endlich mit einer eigenen Halle am Start",
freut sich Tanzlehrer und Manager Christian. Für mediterranes
Ambiente sorgen bisher nur die terrakotta-farbenen Wände,
doch er schwärmt schon jetzt: "Wenn alles fertig ist, herrscht
hier so richtig Urlaubsstimmung."
Auf dem Kursprogramm steht
nicht nur die gesamte Bandbreite der Gesellschaftstänze für
Paare, sondern auch eine echte Innovation: "Solotanzen für
Frauen", die auf Merengue, Salsa und Co. nicht länger verzichten
möchten.
"Die meisten Männer sind ja
eher Tanzmuffel, und viele Frauen aller Altersgruppen tanzen
bloß deshalb nicht, weil sie keinen Partner finden", erklärt
Christian. "Das wollten wir ändern!" Eine der "Solo-Damen"
ist Karla Cremer (63) aus Brühl. "Dieses Angebot ist das beste,
was mir seit zwei Jahren passiert ist", strahlt sie. "Beim
Tanzen wird der Kopf wieder ganz frei, das ist die pure Entspannung
und Lebenslust." Die Kurse beginnen in dieser Woche, in den
meisten sind noch Plätze frei.
www.Tanzhalle-Koeln.de
Lebenslust:
Kriszti und Christian Eisolt (M.) weihen das Parkett ihrer
"Tanzhalle Köln" ein. (Foto: Hanano)